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Zu Gast bei Weleda

Firma mit Familiensinn

Beim schwäbischen Unternehmen Weleda dreht sich, gleich nach Naturkosmetik, alles um die Mitarbeiter. Es gibt sogar eine betriebseigene Kindertagesstätte. // Von Stephanie Silber

Backen
Kleine Bäcker in Aktion: Die Mädchen und Jungen in der Betriebs-Kindertagesstätte von Weleda arbeiten oft mit ihren Händen und machen vieles nach, was sie bei Erwachsenen abgucken.

Laut hallt es durch den Garten der Kita der Firma Weleda: Quietschen, Johlen und Lachen überall auf dem Gelände. Von irgendwoher klingt ein Klopfen durch das wilde Getümmel. An einem kleinen Tisch sitzen Leonard und sein Bruder Klemens und schlagen mit Holzstumpfen auf die Tischplatte. „Wir dreschen Korn“, sagt Leonard geschäftig und wirft die aus den Ähren gewonnene Saat in eine weiße Schale. „Wir schauen, was in der Natur passiert und die Körner sind unser Saat-Schatz für das nächste Jahr“, erklärt die Leiterin der Kindertagesstätte, Heike Junge (45).

In Schwäbisch Gmünd hat der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller Weleda seinen weltweit größten Standort. Dort betreibt Weleda Deutschlands einzige betriebseigene Kita, in der Kinder nach Waldorfpädagogik betreut werden. „Lass ihnen Zeit, es selbst zu tun und fördere sie dabei“, erklärt Heike Junge knapp das Motto. Vor allem für Eltern sei es eine große Erleichterung, ihre Jüngsten in der Nähe des Arbeitsplatzes gut aufgehoben zu wissen. Das entspanne sie und mache zufriedener. „Das Besondere an unserer Kita sind die flexiblen Bring- und Abholzeiten, die können Eltern weitestgehend an ihre Arbeitszeiten anpassen“, erklärt die Leiterin. Die Mama des dreijährigen Philipp, Anna Frison (32), bestätigt das. „Es sind kurze Wege, das ist optimal“, sagt die Biotechnologin, die in der Abteilung Mikrobiologie arbeitet. „Außerdem konnte ich so nach der Geburt schnell wieder arbeiten.“

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