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Zu Gast bei Weleda

Firma mit Familiensinn

Weleda
Besonders im Frühling und Sommer grünt und blüht es im Heilpflanzengarten, der mit etwa 20 Hektar der größte in Europa ist. Mehr als 250 Arten wachsen dort. / Rechts: Der Sitz des Unternehmens in Schwäbisch Gmünd.

Elternzeit für Väter

Nicht nur Eltern, sondern alle Mitarbeiter werden bei Weleda groß geschrieben. „Wir haben ein Leitbild und das nehmen wir sehr ernst“, sagt Uwe Urbschat (53), Leiter der Personalentwicklung und Vater von drei Kindern. „Es entspricht der Achtung vor dem Menschen, dass jeder in seinen Anliegen wahrgenommen und ernst genommen wird“, lautet ein Satz aus diesem Leitbild. Weleda wolle die Menschen mit ihrem Umfeld wahrnehmen und da gehöre die Familie maßgeblich dazu, so Urbschat. „Wenn die Balance zwischen Arbeit, Familie und persönlichen Bedürfnissen stimmt, dann arbeiten wir auch besser“, ist sich der Manager sicher. Familienfreundlichkeit ist das Stichwort. Eines der aktuellen Projekte lautet beispielsweise „Fokus Väter“. „Wir wollen Männer aktiv unterstützen, sich für Elternzeit zu entscheiden“, sagt Urbschat. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gab es für das schwäbische Unternehmen Lob von höchster Stelle: Im Sommer 2006 überreichte Familienministerin Ursula von der Leyen der Geschäftsleitung das Zertifikat zum „Audit Familie und Beruf“ der gemeinnützigen Hertie Stiftung.

In die große Weleda-Familie werden schon die Allerkleinsten aufgenommen: Für jedes Neugeborene wird in der Nähe des hauseigenen Heilpflanzengartens eine junge Birke gepflanzt. „Im Einklang mit Mensch und Natur“ lautet der Leitgedanke des Unternehmens, der verdeutlichen soll, dass die Natur für Weleda eine zentrale Rolle spielt. Daher gab es im Herbst vergangenen Jahres die erste internationale Weleda Umweltkonferenz, auf der eine Strategie erarbeitet wurde, wie das Unternehmen Umweltschutz noch besser umsetzen kann. „Unser Ziel ist eine klimaneutrale Weleda“, sagt Holger Biller, Leiter des Umweltmanagements. „Wir wollen genau wissen, wo wir wie viel Energie verbrauchen. Nur so sehen wir, wie wir noch mehr Energie sparen können.“ Ein Schritt in diese Richtung sei die Fotovoltaikanlage, die auf das Dach der neuen Tinkturenherstellung gebaut wurde.

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