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Cosmia 1/2008
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Erkältung<< Die Sache mit dem Salzwasser

Ein etwas gewöhnungsbedürftiges, aber hilfreiches und vor allem natürliches Mittel bei Schnupfen sind Nasenspülungen. In der indischen Yoga-Tradition gehört die Nasenspülung zur täglichen Körperpflege wie das Zähneputzen bei uns. Man hält einen Spezialbehälter, den man in Apotheken oder Dro­gerien kaufen kann, an ein Nasenloch. Nun läuft Salzwasser von einem Nasenloch durch die Nase zum anderen wieder hinaus. Hört sich schlimmer an, als es ist. Man hat den Bogen schnell raus.

Das Salzwasser kann mit normalem Kochsalz zubereitet werden. Wichtig ist allerdings, dass die Konzentration stimmt: neun Gramm Kochsalz auf einen Liter Wasser. Die Schleimhäute werden bei der Nasenspülung von Pollen, Schmutz und vor allem Keimen befreit. Die Symptome des lästigen Schnupfens werden gelindert, aber auch präventiv sind Nasenspülungen äußerst wirksam. Nach einer Studie von Professor Dr. Thomas Schmidt von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat die tägliche Spülung mit Kochsalzlösung eine heilsame und auch vorbeugende Wirkung gegen Atemwegsinfektionen und senkt möglicherweise sogar die Viruslast des gesamten Organismus. Fast 1 000 Teilnehmer wurden hinsichtlich 14 bestehender Atemwegsbeschwerden befragt. Neun von diesen 14 Beschwerden besserten sich durch die Nasenspülung. Allerdings muss man längere Zeit durchhalten und tatsächlich täglich spülen.

Diverse, angepriesene Arzneimittel mit Pflanzen-extrakten zur Stärkung der Abwehrkräfte sind oft längst nicht so wirksam wie versprochen und genaues Hingucken lohnt sich. Ein positives Beispiel ist Echinacea. Auf einem Kongress der Gesellschaft für Arzneimittelforschung kamen Wissenschaftler­ zu dem Ergebnis, dass Echinacea nachweislich das Immunsystem stimuliert und antibakteriell wirkt. Besonders der alkoholische Extrakt aus der Frisch-pflanze habe sich als wirkungsvoll erwiesen.

Wenn es uns erwischt hat

Medikamente können Schnupfen, Husten und Halsschmerzen nicht heilen, höchstens lindern – und sie sind selten harmlos. Zunächst sollte man es also durchaus mit dem ein oder anderen Hausmittel versuchen. Ein Dampfbad zum Inhalieren mit Kamillenblüten kann beispielsweise bei Infektionen der Nasenwege helfen. Doch Vorsicht: Bei Allergien oder Asthma kann die pure Natur kontraproduktiv sein. Im Zweifelsfall lieber genau beim Apotheker oder Heilpraktiker nachfragen.

Nach dem Inhalieren am besten gleich ab ins Bett mit einem Handtuch um den Kopf, das die wohlige Wärme festhält. Auch ätherische Öle wie Eukalyptus, Thymian oder Salbei sind zum Inhalieren geeignet. Gute Dienste leisten Tees: Ein Aufguss von Salbei, Linden- oder Holunderblüten, in kleinen Schlucken getrunken, hilft beim Ausschwitzen der Infektion. Tees von Thymian, Efeu, Fenchel, Anis und Sonnen-tau in können lästigen Schleim lösen. Mit ein wenig Honig versüßen sie auch das Leben ein bisschen.

Eine Erkältung ist kein Beinbruch, dennoch tut Ruhe gut und manchmal wahre Wunder. Sich abends auf dem Sofa entspannen und früh zu Bett gehen gehört bei Schnupfen und Co. zum Pflichtprogramm. Wir wissen ja: In einer Woche ist in der Regel wieder alles vorbei und dann können wir wieder voll durchstarten.

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