<<Zellen können besser arbeiten
„Produkte mit Mineralöl versiegeln die Haut statt sie zu pflegen“, betont die Naturkosmetikerin Liane Jochum. Mineralöle sind nicht in der Lage, sich mit dem natürlichen Hautfett zu verbinden, daher bleiben sie als unwirksame Schicht auf der Hautoberfläche liegen und behindern eine Sauerstoff- und Feuchtigkeitszirkulation der Zellen. Aus diesem Grund werden in Naturkosmetikprodukten generell keine Paraffine und Mineralöle verwendet, die billig produziert werden können, sondern hochwertige Pflanzenöle, die empfindliche Haut pflegen, sie gut mit Fett versorgen und einen Feuchtigkeitsaustausch zulassen. In den Produkten stecken beispielsweise Sheabutter, Weizenkeim- oder Avocadoöl. Sie enthalten zudem als Basis oft Mandel- oder Traubenkernöl sowie Wachse, die als natürlicher UV-Schutz mit einem Faktor vier wirken. Das reicht für normales Sonnenlicht im Winter aus. Im Gebirge braucht die Haut jedoch einen höheren Lichtschutzfaktor und mehr Schutz.
Kältecreme und UV-Schutz in den Bergen
Spezielle Kälteschutzcremes der Naturkosmetik wie etwa Coldcream wehren erfolgreich eisigen Wind beim Wintersport ab. Die fetthaltige Wasser-in-Öl-Emulsion pflegt besonders die rauen Hautpartien an Kinn, Fersen oder Ellenbogen. Sie bildet mit Pflanzenölen und Bienenwachs einen Film auf der Haut, der vorm Austrocknen schützen soll. Reine Feuchtigkeitscremes taugen in krasser Kälte nichts, weil diese viel Wasser enthalten, das im Extremfall auf der Haut gefrieren kann.
Der Winterurlaub in den Bergen kann zur Tortur werden. Der Grund ist der fatale Mix von Höhensonne und Kälte. Hier gilt: Je höher der Schutzfaktor, desto besser. Denn Sonne im reflektierenden Schnee wirkt mehrfach intensiv. Naturkosmetikhersteller setzen in ihren Sonnenschutzcremes auf mineralische Lichtschutzfilter, meist auf Zinkoxid und Titandioxid. Sie reflektieren das Sonnenlicht an der Hautoberfläche, sodass die Haut sofort nach dem Eincremen geschützt ist. Konventionelle Lippenpflegestifte und Cremes sind oft mit synthetischen UV-Filtern ausgestattet, die wie Hormone wirken können. In Tierversuchen konnten Wissenschaftler zeigen, dass der Kontakt mit synthetischen UV-Filtern in frühen Lebensphasen zu biochemischen Veränderungen im Gehirn und in den Fortpflanzungs-organen führen kann.
Auf dem Kopf gut behütet
Eine sollte im Winter immer dabei sein, egal ob auf dem See, in den Bergen oder im Wald: die Mütze. Sie ist wichtig, denn der Mensch verliert einen großen Teil seiner Körperwärme über den Kopf. Für die Haare bedeutet die Mütze jedoch eine Strapaze, das Material rubbelt an ihnen herum. Die Konsequenz: Die Spitzen werden trocken und brüchig. Die Wärme in überheizten Räumen tut ihr Übriges. Eine pflegende Kur ist im Winter ein Muss.
In der kalten Jahreszeit bildet die Kopfhaut deutlich mehr Schuppen, weil sie auf trockene Luft, Lichtmangel und Kälte mit Irritationen reagiert. Anti-Schuppen-Shampoos sind da keine Hilfe, weil die Produkte meist zu aggressiv wirken und zusätzlich austrocknen können. Ein mildes Shampoo mit Zuckertensiden reicht in der Regel aus. Oft gibt es noch ein weiteres Problem. Bei trockener Heizungsluft laden sich die Haare auf und stehen ab. Ein kleiner Tipp: Hände eincremen und bevor die Creme ganz eingezogen ist, mit den Händen durchs Haar fassen, dadurch legt es sich wieder an.
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