<< Umweltschutz in Tube und Tiegel
Strenge Kontrollen
Auch bei Dr.Hauschka werden konventionelle Substanzen nicht grundsätzlich verteufelt. „Wenn wir Bio-Ware nicht in ausreichender Menge bekommen können, greifen wir in Ausnahmen auch auf konventionelle Ware zurück“, sagt Inka Bihler von Dr.Hauschka. Deswegen könne es vorkommen, dass der Bio-Anteil in den einzelnen Produkten schwanke.
„Allerdings sind unsere Anforderungen an alle Rohstoffe extrem hoch und die Kontrollen streng.“ Die Firma Laverana hilft sich bei Rohstoffengpässen auf dem Weltmarkt selbst: „Wir stellen viele Extrakte selbst in Bio-Qualität her“, erklärt Sabine Kästner.
Auch wenn die Beschaffung der natürlichen Zutaten für die Hersteller nicht immer einfach ist, gehört Bio-Anbau zu ihrem Selbstverständnis. Sie wollen, dass die Rohstoffe ohne Chemie und umweltverträglich angebaut werden – also aus kontrolliert biologischem, biologisch-dynamischem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung kommen. Natur pur eben.
Bio-Anbau lohnt sich
So ist die Reinheit und Qualität der Rohstoffe ein Grund für die Hersteller, auf umweltschonende Landwirtschaft zu setzen. Der andere ist der Schutz von Umwelt und Natur. Denn konventioneller Anbau heißt leider in der Regel oft eins: Chemie, in Form von Pestiziden oder Ähnlichem. Und das ist schlecht für die Umwelt – und die Haut. Ein Beispiel: Santaverde verarbeitet 100 Tonnen Aloe-vera-Pflanzen pro Jahr, die komplett von der eigenen Farm in Spanien kommen. Da lohnt sich Bio-Anbau, auch wenn im einzelnen Produkt am Ende nur wenige Milliliter des Extrakts stecken.
Auch bei Martina Gebhardt Naturkosmetik spielt Umweltschutz eine sehr große Rolle. Manche der Produkte tragen das in Bezug auf Bio-Anbau besonders strenge Demeter-Siegel. „Wir verfolgen das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens und wollen die Natur nicht ausbeuten“, sagt Lothar Ester von Martina Gebhardt über die Philosophie des Unternehmens.
Auf dem richtigen Weg
Der Anteil der Rohstoffe in Bio-Qualität, der im einzelnen Produkt steckt, ist sicherlich verbesserungswürdig. Klar ist aber auch, dass die Zutaten, die den Anforderungen der Unternehmen entsprechen, nicht einfach zu beschaffen sind. Weltweit gibt es noch zu wenige Bauern, die auf Bio-Anbau setzen. Aber es werden immer mehr und mit ihnen steigt auch die Menge der verfügbaren Rohstoffe. Das ist gut für die Umwelt – und gut für die Haut.
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