Cosmia natürlich schön
 
Cosmia 1/2008

<< Umweltschutz in Tube und Tiegel

Strenge Kontrollen

Auch bei Dr.Hauschka werden kon­ventionelle Substanzen nicht grund­sätzlich verteufelt. „Wenn wir Bio-Ware nicht in ausreichender Menge bekommen können, greifen wir in Aus­nahmen auch auf konventionelle Ware zurück“, sagt Inka Bihler von Dr.Hauschka. Deswegen könne es vor­kommen, dass der Bio-Anteil in den einzelnen Produkten schwanke.

„Allerdings sind unsere Anforderungen an alle Rohstoffe extrem hoch und die Kon­trollen streng.“ Die Firma Laverana hilft sich bei Roh­stoffengpässen auf dem Weltmarkt selbst: „Wir stellen viele Extrakte selbst in Bio-Qualität her“, erklärt Sabine Kästner.

Auch wenn die Beschaffung der natür­lichen Zutaten für die Hersteller nicht immer einfach ist, gehört Bio-Anbau zu ihrem Selbstverständnis. Sie wollen, dass die Rohstoffe ohne Chemie und umweltverträglich angebaut werden – also aus kontrolliert biologischem, bio­logisch-dynamischem Anbau oder zerti­fizierter Wildsammlung kommen. Natur pur eben.

Bio-Anbau lohnt sich

So ist die Reinheit und Qualität der Rohstoffe ein Grund für die Hersteller, auf umweltschonende Landwirtschaft zu setzen. Der andere ist der Schutz von Umwelt und Natur. Denn konventioneller Anbau heißt leider in der Regel oft eins: Chemie, in Form von Pestiziden oder Ähnlichem. Und das ist schlecht für die Umwelt – und die Haut. Ein Beis­piel: Santaverde verarbeitet 100 Tonnen Aloe-vera-Pflanzen pro Jahr, die komplett von der eigenen Farm in Spanien kommen. Da lohnt sich Bio-Anbau, auch wenn im einzelnen Produkt am Ende nur wenige Milliliter des Extrakts stecken.

Auch bei Martina Gebhardt Natur­kosmetik spielt Umweltschutz eine sehr große Rolle. Manche der Produkte tragen das in Bezug auf Bio-Anbau besonders strenge Demeter-Siegel. „Wir verfolgen das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaf­tens und wollen die Natur nicht aus­beuten“, sagt Lothar Ester von Martina Gebhardt über die Philosophie des Unternehmens.

Auf dem richtigen Weg

Der Anteil der Rohstoffe in Bio-Qualität, der im einzelnen Produkt steckt, ist sicherlich verbesserungswürdig. Klar ist aber auch, dass die Zutaten, die den Anforderungen der Unternehmen ent­sprechen, nicht einfach zu beschaffen sind. Weltweit gibt es noch zu wenige Bauern, die auf Bio-Anbau setzen. Aber es werden immer mehr und mit ihnen steigt auch die Menge der verfügbaren Roh­stoffe. Das ist gut für die Umwelt – und gut für die Haut.

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