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Cosmia 1/2008
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Haare

Hauptsache: alles bio

Beim Spaziergang an stürmischer See, bei Sonnenschein oder Regen sind sie treue Begleiter: unsere Haare. Wir geben Tipps für die natürliche Pflege und sagen, was Bio­shampoos eigentlich können. // Von Imke Sturm

S ie sind vielen Strapazen ausgesetzt und oft verrinnt die Zeit im alltäglichen Trubel so schnell, dass wir wenig auf sie achtgeben können. Kaum haben wir uns versehen, reagieren unsere Haare auch prompt mit Spliss, stumpfem Aussehen, fettiger Kopfhaut oder gar Schuppen. Der Blick in den morgendlichen Spiegel verheißt nichts Gutes: der Schopf wirkt struppig und glanzlos. Mit pflegenden Zutaten wie natürlichen Ölen und Extrakten kann man etwas dagegen tun.

Haar wie Tannenzapfen

Ursache für strapazierte Haare sind nicht nur Witterungseinflüsse, sondern oft auch chemische Colorationen. Das feine Haar verliert durch die Behandlung seine geschlossene Oberfläche, schuppt auf und wird porös. Ein gesundes Haar kann man sich wie einen geschlossenen Tannenzapfen vorstellen. Nach einer Behandlung mit Chemie allerdings wie einen geöffneten – die Haare verkeilen sich ineinander und können verkletten.

Proteinhaltige Pfle­ge­stoffe wie Kuren oder Shampoos mit Weizenkeimöl können einen Teil der verlorenen Substanz zurückgeben, die Oberfläche wieder glätten. So wird das Haar kämmbarer. Auch milde Shampoos ohne aggressive Tenside schonen unseren Schopf. Kuren mit Brokkolisamenöl verhelfen zu zusätzlichem Glanz.

Schnee auf der Schulter

Auch wenn es erst gestern war: Die Haare glänzen und sehen aus, als läge die letzte Wäsche Wochen zurück. Schnell wieder waschen? Lieber nicht. Denn die Ursache für fettiges Haar liegt oft am häufigen Waschen. Das ständige Schrubben raubt Haar und Kopfhaut den natürlichen Fettgehalt. Unsere Talgdrüsen reagieren darauf sensibel und legen mit der Fettproduktion erst so richtig los. Es kann helfen, mit der nächsten Haarwäsche mal ein, zwei Tage zu warten. So reguliert sich die Produktion auf natürliche Weise wieder. Auch ein Shampoo mit Kapuziner- oder Brunnenkresse gleicht eine Irritation aus, ebenso eine Neem-Ölkur.

Ein weiteres lästiges Problem sind Schuppen. Frauen haben damit seltener zu kämpfen als Männer. Schuppen sind meist ein Kopfhautproblem, entstanden durch zu trockene Luft, aggressive Shampoos oder zu häufiges Waschen. Besondere Abhilfe schaffen durchblutungsfördernde Rosmarin-Präparate oder solche mit Zitronenextrakten oder Wacholderöl.

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