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Cosmia 1/2008
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<< Wala: Der Parfümeur des Hauses

Hauptstadt des Parfüms

Die Kreation eines neuen Odeurs ist eine Kunst, für die es viel Talent bedarf. Doch Zimmermann wollte sich nicht allein darauf verlassen, studierte in der Hauptstadt des Parfüms, dem südfranzösischen Grasse, zwei Jahre lang am Grasse Institute of Perfumery und arbeitete anschließend mit großen Parfümeuren.

Wala
Der eigene Heilgarten (links) wird nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Zutaten für den Klassiker (rechts): Von der Rosencreme werden je Produktionslauf 1000 Kilogramm hergestellt. 1967 waren es noch durchschnittlich 14 Kilo.

„Parfüm ist so lebhaft wie Kommunikation“, versucht der Duftkomponist seine Leidenschaft in Worte zu fassen. Es sei die Verknüpfung der Gedankenwelt mit der gefühlten Welt. „Ich möchte mit einem Duft berühren, Empfindungen wecken.“ Doch Kreativität und Begeisterung allein reichen nicht aus – Geduld ist gefragt. Bis zu zwei Jahre kann eine Produktentwicklung dauern. „Wichtig ist dabei immer, dass der Geruch wiedererkennbar ist“, erklärt Zimmermann. „Das ist Hauschka“, solle die Kundin denken.

Doch nicht nur in Bezug auf den Duft ist Dr.Hauschka besonders. Das Pflegekonzept verzichtet beispielsweise auf eine Nachtcreme. „Die Haut ist nachts in ihrem Stoffwechsel-, Ausscheidungs- und Regenerationsprozess am aktivsten. Eine fetthaltige Creme würde die Poren verschließen und verhindern, dass die Giftstoffe raus können“, erklärt Doris Mühlherr, Leiterin Fachberatung Kosmetik, das Prinzip. Ihr Büro liegt etwa einen Kilometer entfernt von Jörg Zimmermanns, am anderen Ende des kleinen Dorfes Eckwälden am Fuße der Schwäbischen Alb. Dort hat das Unternehmen seit 1950 seinen Firmensitz.

Die Grundlage der Kosmetiklinie ist das Wissen aus der Arzneimittelherstellung, dem originären Geschäft der Wala. „Durch die verschiedenen Einflüsse von innen und außen kann die Haut aus dem Gleichgewicht geraten. Mit unserer Kosmetik wird sie in ihrer Eigentätigkeit angeregt, sich selbst zu regenerieren“, beschreibt Doris Mühlherr die Philosophie der Marke.

Dieses Konzept findet nicht nur in Deutschland viele Anhänger. Spätestens nachdem Julia Roberts 1999 in einem Interview von Dr.Hauschka-Produkten schwärmte, boomt die Marke – in Hollywood und in der ganzen Welt. Inzwischen werden Lippenstift und Co. bei vielen Kino- und Fernsehproduktionen eingesetzt – von Blockbustern wie „Spiderman“ bis hin zu Serien wie „Sex and the City“.

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