Cosmia natürlich schön
 
Cosmia 5/2008

Sprung ins Glück

Sich nach einem schweißtreibenden Arbeitstag ins nächste Schwimmbecken stürzen – das zählt zu den Hochgenüssen des Sommers. Ob sportlich oder entspannt: Im kühlen Nass gibt es viele Möglichkeiten, sich etwas Gutes zu tun. // Von Sabine Kumm

Im Wasser nehmen wir das Leben leicht. Schon der griechische Mathematiker Archimedes stellte vor mehr als zweitausend Jahren fest, dass wir im feuchten Element durch den Auftrieb nur gerade einmal so viel wiegen wie der Teil von uns, der über die Wasser­oberfläche ragt – das ist etwa ein Zehntel unseres Körpergewichts. Allein dieses „Schweben“ in einem Medium, das uns gleichzeitig trägt und mit sanftem Druck umfängt, löst ein gutes Gefühl aus. Wir sind entspannt, lassen Probleme und Erdenschwere an Land zurück.

Ideal für Herz und Kreislauf

Sportmediziner empfehlen Joggen und Schwimmen als ideale Ausdauersportart. „Wasser bietet eine optimale Entlastung des Bewegungsapparates“, sagt Sportwissenschaftler Dr. Markus Schwarz vom Institut für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes. Schwimmen schont Gelenke, Bänder und Sehnen, außerdem sorgen die Temperaturreize für allgemeine Abhärtung, fördern Durchblutung und Stoffwechsel. Das macht das Schwimmen auch für den Bereich der Rehabilitation und für all diejenigen interessant, die sich an Land nur mit Mühe bewegen können. „Übergewichtigen fällt das Training im Wasser einfach leichter, Rheumatiker beispielsweise können bestimmte Übungen oft nur noch im Wasser durchführen.“

Zum Ausdauersport wird Schwimmen jedoch erst dann, wenn das Herz-Kreislauf-System regelmäßig trainiert wird. Und dazu gehört neben Wohlgefühl und Leichtigkeit ein wenig Anstrengung. Das bestätigt auch Schwarz’ Namensvetter, Sportmediziner Dr. Lothar Schwarz: „Den besten gesundheitlichen Effekt auf das Herz-Kreislauf-System erreichen wir, wenn wir zwei- bis dreimal in der Woche 30 bis 45 Minuten zügig schwimmen.“ Das wird für Anfänger nicht von vornherein möglich sein, sollte jedoch mittelfristig angestrebt werden. Schwarz empfiehlt „eine gewisse, aber nicht unangenehme Anstrengung.“

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