<< Quälerei ohne Ende
Laverana
„Alle bei uns testen mit“
Für Kosmetika der Firma Laverana gibt es einen besonderen Härtetest: Die Haut des Chefs. Thomas Haase leidet an Neurodermitis, welche ihn dazu bewog, selbst Kosmetika zu entwickeln und an sich zu testen. Das blieb so, als er Laverana mit den Marken Lavera und Laveré gründete. Doch er ist längst nicht das einzige „Versuchskaninchen“.
Am Beispiel der neuen Tensidmischung in den Shampoos erklärt Pressesprecherin Sabine Kästner das Prozedere: „Die Mitarbeiter im Entwicklungslabor duschen damit und lassen sich das Shampoo absichtlich in die Augen laufen.“ Sind auch die Produktmanager zufrieden, kommt der firmeninterne Test. 150 Angestellte zählt das Unternehmen, drei Viertel von ihnen sind Frauen. Viele leiden an Hautkrankheiten oder Allergien. „Jeweils 50 Mitarbeiter testen oft mehrere Monate lang, ob ein Produkt praxistauglich und verträglich ist“, sagt Sabine Kästner.
Danach erst folgen Tests mit externen Probanden. Zum Schluss überprüft ein Labor an ausgewählten Personen die Hautverträglichkeit des Produkts. Setzt Lavera neue pflanzliche Rohstoffe anderer Hersteller ein, müssen diese schriftlich bestätigen, dass sie keine Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben haben – denn alle Rohstoffe, die nach dem 1. Januar 1998 auf den Markt kommen, dürfen nicht mehr an Tieren getestet werden. Das alles gilt auch für die wenigen Produkte, die kein BDIH-Logo tragen, versichert Sabine Kästner. „Hier machen wir keinen Unterschied, sonst würden wir unsere eigenen Grundsätze ja in Frage stellen.“
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