REACH heißt das neue Regelwerk der EU für Chemikalien. Es sieht vor, alle in der EU in größeren Mengen gehandelten Stoffe auf ihre Giftigkeit und Gefährlichkeit zu untersuchen. Bevor REACH im vergangenen Jahr verabschiedet wurde, schlugen die Tierschutzorganisationen Alarm.
Sie befürchteten, dass für die verlangten Tests 30 bis 45 Millionen Tiere umgebracht werden müssten. Ihre Kampagnen zeigten Wirkung. Zwar werden noch Millionen Versuchstiere sterben, „doch wir haben zumindest den Einstieg in den Ausstieg geschafft“, sagt Dr. Marlene Wartenberg, die das EU-Büro der Tierschutzorganisation Vier Pfoten leitet. Denn mit REACH wurde ein Stufenplan verabschiedet, der den Alternativmethoden nach und nach zum Durchbruch verhelfen soll.
Zudem sieht der Tierschutz-Aktionsplan der EU vor, Alternativmethoden stärker zu fördern. Auch haben sich die einschlägigen Chemiefirmen zu einer Initiative für Alternative Testmethoden zusammengeschlossen. „Das geht in die richtige Richtung, aber es geht viel zu langsam voran“, sagt Marlene Wartenberg.
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