Cosmia natürlich schön
 
Cosmia 5/2008

Gute Sonne - Schlechte Sonne

Ja, sie macht uns glücklich. Nein, sie ist nicht gesund. Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Grund des Trends: Freizeit im Freien. Hut und T-Shirt sind da Pflicht. Auch kosmetischen Schutz gibt es – doch welcher UV-Filter ist der richtige? // Von Stephanie Silber

Creme und Hut sind Pflicht ...

Ob Wannsee, Barbados oder Balkonien: Eigentlich gibt es keinen Grund für ausgiebige Bäder in der Sonne. Man bekommt schneller Falten, holt sich oft einen Sonnenbrand, bevor man das Wort Sonnenmilch aussprechen kann und wenn es hart kommt, diagnostiziert der Arzt einige Jahre später Hautkrebs.

Aber genug Pessimismus. Klar ist auch: Wir lieben die Sonne. Sobald sie im Frühling zum ersten Mal durch die Wolken blinzelt und die Temperaturen in den zweistelligen Bereich klettern, zieht es uns nach draußen. Und dafür gibt es tatsächlich gute Gründe. Sonne macht uns nämlich glücklich. Ihre Wärme und das Licht stimulieren die Produktion von Serotonin – Spitzname Glückshormon, da ein hoher Serotonin-Spiegel ein Gefühl der Zufriedenheit und des Wohlbefindens vermittelt.

Außerdem wird unser Immunsystem durch Sonnenlicht gestärkt. Denn mit dessen Hilfe können Immunzellen das antimikrobiell wirksame Eiweiß Cathelizidin produzieren. Dafür benötigen die Zellen Vitamin D3, das der Körper unter Einfluss von Sonnenlicht bildet. Dieses Vitamin ist auch für andere Funktionen im Körper sehr wichtig, beispielsweise um Kalzium und Phosphor zu verwerten.

Experten weisen allerdings darauf hin, dass schon eine geringe Menge UVB-Strahlung – beispielsweise auf Gesicht und Hände bei einem viertelstündigen Spaziergang – ausreicht, um den täglichen Vitamin-D3-Bedarf zu decken. Selbst wenn dieser höher sei, solle er über die Ernährung gesteuert werden und nicht über ein Mehr an UVB-Strahlung, so die Fachleute. Das Hautkrebsrisiko sei zu hoch.

  weiterblättern>