In fast allen naturkosmetischen Sonnenschutzmitteln sind Titandioxid und
Zinkoxid mineralische UV-Filter in Form von winzigen Pigmenten, so genannter
Nanoteilchen. Diese sind in jüngster Zeit immer wieder ins Gerede
gekommen, da ihre Risiken bisher wenig erforscht sind. Der Bundesverband
der Verbraucherzentralen forderte im Mai dieses Jahres eine Zulassungspflicht
für Nanomaterialien. Das britische Zertifizierungsinstitut Soil Association
hat sogar Nanopartikel in Kosmetika verboten.
In Tierversuchen hat Titandioxid Krebs erregt, allerdings mussten
Ratten Kleinstteilchen des Stoffes einatmen. Die Frage bei Kosmetik
ist aber, ob und mit welchen Auswirkungen die Teilchen durch die Haut in
den Organismus gelangen. Das wurde in einer Studie von Wissenschaftlern
des EU-Projektes Nanoderm verneint. Jedenfalls wenn es um gesunde Haut
geht.
Übrigens: Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter und von Nanoteilchen
spricht man, wenn die Partikel kleiner als 100 Nanometer sind.
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