<< Rosen auf meiner Haut
Pflegendes Öl
Während in konventioneller Kosmetik oft synthetisches Rosenöl verwendet wird, kommt in Naturkosmetik ausschließlich der Ertrag echter Blütenblätter zum Einsatz. Nur so bleiben die heilenden und pflegenden Eigenschaften erhalten, während bei der Variante aus dem Labor nur der nachgebaute Duft eine Rolle spielt.
Auch das kann nur das Original: „Rosenöl hat einen starken Einfluss auf das Wachstum von Zellen. Die Zellwände der Haut werden verstärkt“, so Wabner. Daher repariere und regeneriere es alternde und gestresste Haut besonders gut. Darüber hinaus gelten fast alle pflegenden und therapeutischen Eigenschaften des Rosenwassers auch für das Öl. Es besteht aus mehr als 400 Einzelsubstanzen.

1. Rosencreme von Dr.Hauschka 2. Aroma Körperöl Harmony von Primavera 3. Rosenwasser von Tautropfen 4. Shampoo Rose von Urtekram 5. Wildrosen Verwöhndusche von Weleda 6. Rosenwasser von Lakshmi 7. Reinigungsmilch Wildrose von Logona 8. Deospray mit Rosenessenz von Lavera 9. Meersalz-Blütenbad Rosenzauber von Farfalla 10. Gesichtsölkapseln Rosa-Mosqueta von Martina Gebhardt 11. Seife Wildrose von Savon du midi 12. Seife Melos Wildrose von Speick
Ätherisches Rosenöl kann auf zwei Arten gewonnen werden: durch Wasserdampfdestillation oder Extraktion. Bei Letzterem wird das Endprodukt als Rosen absolue bezeichnet.
Rosenöl ist teuer – mit gutem Grund. Um einen Liter Destillat herzustellen braucht man, je nach Qualität der Ware, bis zu 5000 Kilogramm Blütenblätter. Dafür muss man lange pflücken. Etwas einfacher herzustellen ist das sogenannte Wildrosenöl, das auf den Früchten der Rose, den Hagebutten, basiert. Es wird in der Regel durch Kaltpressung der Samenkerne gewonnen.
Für die Hautpflege ist gerade dieses Öl ein Schatz. Es enthält einen besonders hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Außerdem soll es glättend und straffend wirken.
Auch kulinarisch gefragt
Für die Gewinnung des Rosenöls werden hauptsächlich Damaszenerrosen verwendet. Allerdings kommen die nicht aus der Rosenschule von Sabine Ruf, sondern unter anderem aus Bulgarien, der Türkei oder Afghanistan, wo viele Naturkosmetikhersteller Anbauprojekte ins Leben gerufen haben (siehe Seite 16). „Die Ernte ist hierzulande witterungsbedingt nicht beständig genug und die Erträge für Rosenöl müssen ja riesig sein. Es wäre wahnsinnig teuer, wenn diese Mengen hier in Deutschland geerntet würden“, erklärt die Rosenexpertin. Ihre Rosenschule beliefert hauptsächlich die Gastronomie. Die entdeckt nämlich gerade ihre alte Leidenschaft für die Rose wieder – in aufregend klingenden Rezepten wie beispielsweise Pasta mit Rosenpesto oder Kalbsfilet mit Rosen-Bulgur.
Weitere Infos
Ingrid Rosa Schindler:
Rosen. Für Küche, Schönheit und Wohlbefinden.Hädecke. 122 Seiten. 17,90 Euro.
www.rosenschule.de
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