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Paraffin

Es ist billig und unkompliziert zu verarbeiten: Paraffin (INCI auch Paraffimum liquidum). Dieser in konventioneller Kosmetik sehr verbreitete Stoff ist ein Mineralölprodukt, das durch Erdöldestillation gewonnen wird. Er dient als Fettgrundlage für Emulsionen, ist wachsartig, brennbar, geruch- und geschmacklos, ungiftig und Wasser abstoßend. Stichwort billig: Ein Kilogramm Paraffin kostet etwa einen Euro. Mandelöl aus kontrolliert biologischem Anbau, das beispielsweise in Naturkosmetik verwendet wird, kostet rund 20 Euro je Kilo. Kein Wunder, dass konventionelle Kosmetikhersteller gern auf diese preiswerte Zutat zurückgreifen – vor allem für Lippenstifte und Cremes.

Doch auch wenn billig und unkompliziert: Paraffin ist ein Fremdstoff für den Körper. Er kann es weder umwandeln noch verarbeiten – geschweige denn mit ihm arbeiten, im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen. In Naturkosmetik ist Paraffin natürlich tabu.

Paraffin hat keinen pflegenden Effekt, sondern liegt einfach „tot“ auf der Haut. Da der Stoff nicht biologisch abbaubar ist, steht er im Verdacht, sich im Körper anzureichern. Paraffin steckt beispielsweise auch in Grillanzündern, Wachsmalstiften oder Schuhcreme.

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