Fragen Sie uns, wir antworten!
In unserer neuen Rubrik beantworten
wir Ihre Fragen rund um Naturkosmetik. Schicken Sie
uns Ihre Fragen per Post oder E-Mail. Außerdem
freuen wir uns über Ihre Meinung zu cosmia oder über
Ihre Erfahrungen mit Naturkosmetik. Eine kleine Auswahl
Ihrer Meinungen haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.
Welche Pflege bei Neurodermitis ?
Ich habe im Gesicht leichte Neurodermitis, besonders
am Rand, bei den Ohren und am Haaransatz. Meine
Haut dort braucht viel Fett. Der Rest des Gesichts
ist zwar auch trocken, braucht aber nicht so viel
Fett, sodass die Creme „für den Rand“ oft
zu fett ist. Gibt es einen Kompromiss?
Anna Callsen,
Bamberg
Liebe Frau Callsen,
bei Neurodermitikern ist die Haut dünner und
die Fähigkeit zur Säureregulation beeinträchtigt.
Trockene Haut entsteht wegen des hohen Wasserverlustes
und der verminderten Talgproduktion. Ein dünner
Fettfilm auf der Haut wirkt als Verdunstungsschutz,
glättet die raue Hornschicht und stärkt
die Barrierefunktion. Die Creme sollte frei von Konservierungsmitteln,
Farbstoffen, Silikon, Mineralöl (Paraffin) und
Parfüm sein. Empfehlenswert sind pflanzliche Öle
wie Jojoba-, Mandel-, Karité-, Nachtkerzensamen-
oder Sonnenblumenöl, die tief in die Haut eindringen
können. Sie versorgen sie mit essenziellen Fettsäuren
und stärken die körpereigene Barrierefunktion.
Sie können auch Ölbäder verwenden
und anschließend cremen Sie die Haut nur an
den Problemzonen zusätzlich ein. Einfacher ist
es jedoch, die normale Lieblingscreme zu verwenden
und die betroffenen Stellen extra einzufetten. Einige
Tipps noch: Übertreiben Sie die Körperreinigung
nicht. Durch häufiges Waschen quillt die Haut
und der Säureschutzmantel wird zerstört.
Beim Abtrocknen die Haut eher abtupfen als abreiben
und regelmäßig cremen.
Marion Winter ist Heilpraktikerin und Inhaberin
der Naturkosmetik-Praxis Naturell in Nürnberg
und Autorin mehrerer Fachbücher.
cosmia im Abo
Seit kurzer Zeit bin ich Abonnentin Ihrer Zeitschrift
und bin begeistert. Die Mischung von Themen und optischer
Gestaltung gefällt mir sehr gut. Weiter so und
liebe Grüße.
Annemari Jost (ohne Ortsangabe)
Rund um Spa und Wellness
Ich finde klasse, dass es nun ein Fachmagazin im
Biobereich gibt, welches sich hauptsächlich mit
Spa, Wellness und Kosmetik auseinandersetzt. Alles
rund um das Thema Massagen interessiert mich auch und
gehört ja in den Bereich Wellness. Weiter so.
Conny Imfeld, Nindorf
Nicht staatlich, aber effektiv
Zum Bericht von Peter Gutting über staatliche
Forschung in Sachen Naturkosmetik und Phytotherapie
in der letzten Ausgabe möchte ich Erfreuliches
anmerken. Einerseits ist zu befürchten, dass altbewährte
Heilkräuter in Deutschland unter Verschreibungspflicht
gestellt werden und die medizinische Forschung phytotherapeutische
Anwendungen höchstens als störende
Interaktionsmöglichkeiten betrachtet. Auf der
anderen Seite hat diese Entwicklung Anwender und Therapeuten
wach gerüttelt. Zwei Jahre intensive Forschung
in der Akademie der Gesundheit über die Wirkung
der Heilpflanzen in der Pflege und Therapie von Fußleiden
wurden (und werden) von Spenden getragen. Unsere
Arbeit ist zwar nicht staatlich aber sehr effektiv.
Dr. Maria Noszvai-Nagy, Akademie der Gesundheit,
Pfinztal
Ein grober Ausreißer
Wunderschön ist die neue cosmia wieder einmal
gelungen. Nur der Artikel von Astrid Wahrenberg „Die
Hürde danach“ ist ein grober ideologischer
Ausreißer. Wollen Sie doch Mütter offenbar
dringend davor warnen, einfach auf ihr Bauchgefühl
zu vertrauen: Wenn eine Mutter nach der Geburt ihres
Kindes erkennt, dass das Baby sie braucht und ihr echte
Erfüllung schenken kann, sitzt sie schon mitten
in der „emotionalen Falle“. So jedenfalls
sieht es „Expertin“ Dewender in dem Artikel,
die verständlicherweise Interesse daran hat, Werbung
für ihre Agentur zu machen, dabei aber leider
verschweigt, dass es sich um einen äußerst
sinnvollen biologischen Effekt handelt. Ich jedenfalls
deklariere solche einseitigen Artikel als Leserverdummung
und finde es unendlich spießig, dass sich Lieschen
Müller mit fachkundiger Anleitung an ihr 10m²-Büro-Leben
klammern soll, während sich echte Karrierefrauen
die Freiheit nehmen dürfen, das Leben mit ihren
Babys auch wirklich zu erleben.
Reni Seidemann, München
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