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Fitness & Gesundheit

Trampolin

Heute schon gehüpft ?

Das Mini-Trampolin hat den Ruf eines Alleskönners: Fett verbrennen, Ausdauertraining, Stärkung für den Rücken. Doch was ist an dem kleinen Wundergerät wirklich dran? // Von Gisa Bührer-Lucke

Es ist klein, wiegt etwa zwölf Kilo, ist weniger als 30 Zentimeter hoch, lässt sich überall verstauen und passt somit in fast jede Wohnung – das Mini-Trampolin. Von diesem Zwerg werden wahre Wunderdinge berichtet: Beim Hüpfen schmelzen die Pfunde, man wird in kürzester Zeit fit ohne großen Aufwand und Spaß macht‘s obendrein. Unbestritten: Auf so einem kleinen Trampolin zu springen ist schon eine lustige Angelegenheit. Und der sportlich-gesundheitliche Aspekt? Aus einer Studie der NASA geht hervor, dass Muskeln und Knochen beim Trampolintraining ganz besonders gestärkt werden.

Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt

Das bestätigt Professor Dr. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit an der Sporthochschule Köln: „Das Mini-Trampolin stärkt die Knochen und beugt damit Osteoporose vor. Und das langsame Abfedern begünstigt den Stoffwechsel der Gelenkknorpel. Außerdem wird die Koordination von Nerven und Muskeln gefördert“. Doch das ist bei weitem nicht alles. Das Training auf dem Mini wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, die Rückenmuskulatur, Wirbelsäule und Bandscheiben aus. Es trainiert außerdem die Beckenbodenmuskulatur, was für Inkontinenzpatienten und Frauen nach der Schwangerschaft hilfreich ist. Trampolinspringen regt den Lymphfluss an, begünstigt die Entschlackung und stärkt das Immunsystem. Zudem wird die Darmmuskulatur aktiviert, was die Verdauung verbessert. Auch Körperstabilität und Gleichgewichtssinn werden geschult.

Das klingt nach einem wahren Wundermittel. All diese positiven Effekte entstehen durch den ständigen Wechsel von Be- und Entlastung, durch das Abfedern und Zurückfedern auf dem Sprungtuch. Probieren Sie es einmal aus: Wenn Sie leicht abspringen, befindet sich Ihr Körper für den Bruchteil von Sekunden in der Schwerelosigkeit wie bei einem Astronauten und damit in völliger Entspannung. Wenn Sie wieder auf dem Trampolin aufsetzen, muss Ihr Körper sämtliche Muskeln anspannen, um sich zu stabilisieren und den Druck der Schwerelosigkeit auszugleichen. Auf dem Boden wäre die Landung hart und unangenehm, vor allem für die Gelenke. Doch durch das flexible Sprungtuch verläuft das Aufsetzen weich.

Die Kombination von Ausdauer- und Krafttraining macht das Mini-Trampolin zum idealen Gerät für Ganzkörpertraining. „Beim Trampolin springen sind nahezu 100 Prozent der Muskeln im Einsatz, beim Rad fahren sind es nur 40, beim Joggen etwa 70 Prozent. Das liegt daran, dass während der Landung auf dem Tuch für einen winzigen Moment ein Mehrfaches des Körpergewichts auf den Körper einwirkt. Statt 60 Kilo sind es etwa 240. Das hat einen positiven Effekt auf die Muskulatur und regt den Knochenstoffwechsel an“, erklärt Ingo Froböse.

Für Menschen mit Rückenbeschwerden, sofern sie nicht einen Bandscheibenvorfall haben oder unter akuten starken Rückenschmerzen leiden, ist das Minitrampolin sehr geeignet, denn gerade die so wichtige gelenkstabilisierende Muskulatur wird auf diese Weise trainiert. Auch abnehmen kann man mit dem Minitrampolin. Allerdings hängt das – wie bei jeder anderen Sportart auch – von der Zeit ab, die man investieren möchte. Beim Joggen werden etwa 500 Kilokalorien pro Stunde verbrannt, auf dem Trampolin schafft man zwar mehr, nämlich 750. Allerdings werden die wenigsten eine Stunde auf dem Mini durchhüpfen, schon gar nicht zu Beginn.

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