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Liebe Leserin, lieber Leser,

Stephanie Silber

strahlend blauer Himmel, Schafe grasen auf dem Deich. „Klimaschützer der Woche“ steht groß über dieser Anzeige, die ich in einem Magazin entdeckt habe. Sieht schön aus, denke ich, und gibt mir ein gutes Gefühl. Das ist allerdings schnell verschwunden, als ich im Hintergrund dieser Idylle ein Atomkraftwerk entdecke und am unteren Rand der Anzeige lese, dass es sich um eine Kampagne der Atomlobby handelt.

Immer mehr Unternehmen werfen sich ein grünes PR-Mäntelchen über und geben vor, dass ihnen Themen wie Umweltschutz oder Nachhaltigkeit wichtig sind. Leider ist da oft nicht viel dran. Fachleute bezeichnen das als „Green washing“: Westen werden nicht mehr weiß, sondern grün gewaschen. Das ist gut fürs Image – und am Ende, so die Hoffnung, gut für den Umsatz. Denn diese Themen beeinflussen glücklicherweise tatsächlich die Kaufentscheidung vieler Verbraucher. Doch es ist schwer zu erkennen, welche Unternehmen es ernst meinen und welche nicht.

Anders bei echter Naturkosmetik: Für viele Firmen gehören Umweltschutz und Nachhaltigkeit oft schon seit Jahrzehnten zur Philosophie – nicht nur an der Oberfläche. Rohstoffe weitestgehend aus Bioanbau sind selbstverständlich, das können inzwischen sogar Natur-Produkte aus Drogerie oder Discounter. Doch Firmen, deren Marken es im Fachhandel gibt, haben mehr zu bieten: Sie produzieren beispielsweise komplett mit Ökostrom, initiieren Fair-Trade-Projekte oder verzichten auf Umverpackungen. So bekommt in Punkto Körperpflege „Green washing“ eine ganz neue Bedeutung. Viel Spaß beim Schmökern, Ihre

Stephanie Silber

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