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Man muss nicht allein fasten

Gibt der Arzt grünes Licht, findet eine zweitägige Vorbereitung statt: Am ersten Tag wird gedünstetes Gemüse und Reis gegessen, am zweiten nur noch Obst. Nach der Darmreinigung mit Einlauf, Glaubersalz oder Sauerkrautsaft geht das Fasten richtig los. Die Dauer reicht von einer bis vier Wochen. Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zigaretten sind währenddessen tabu.

Danach folgt das Fastenbrechen, eine Zeit, in der der Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt wird. Faustregel beim Fastenbrechen: Anzahl der Fastentage geteilt durch drei. Auch in dieser Phase sollte auf Genussgifte verzichtet werden, weil sie sehr stark auf den entwöhnten Körper wirken. Viele fasten gerne in Gemeinschaft und nehmen entsprechende Angebote von Kliniken, Pensionen oder Hotels wahr. Diese bieten Programme an, wie etwa Fastenwandern, wo Bewegung an frischer Luft eine große Rolle spielt.

Wer es sich zutraut, kann aber auch zu Hause fasten, vielleicht gemeinsam mit Freunden. Um zur inneren Ruhe zu finden, ist es sicherlich sinnvoller, Urlaub zu nehmen. Das schafft die Möglichkeit, den Tag selbst zu gestalten. Es gibt allerdings auch Fastende, die währenddessen arbeiten. Eines sollte man aber nicht tun: Fasten mit Diät verwechseln. Zwar nimmt man während der Fastenzeit ab, das ist jedoch nur ein angenehmer Nebeneffekt.

FastenSchüßler-Salze helfen beim Fasten

Wer seinen Körper während der Fastenzeit bei der Entgiftung unterstützen möchte, kann zu Schüßler-Salzen greifen. Diese zwölf Mineralsalze wurden von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898), Schulmediziner und Homöopath, entdeckt und werden von Befürwortern sanfter Heilmethoden sehr geschätzt. Die feinstofflichen Salze werden nach den Regeln der Homöopathie zubereitet und es gibt sie in unterschiedlichen Potenzen. Und so wirken sie: Sie dringen bis ins Zellinnere vor, aktivieren so die Selbstheilungskräfte und sorgen für einen ausbalancierten Mineralstoffhaushalt.

Die drei Stoffwechselsalze

Die drei wichtigsten Stoffwechselsalze sind Kalium sulfuricum (Nr. 6), Natrium phosphoricum (Nr. 9) und Natrium sulfuricum (Nr. 10). Sie kurbeln die gesamten Ausscheidungsvorgänge im Körper an: Niere, Leber, Lymphsystem und Haut.

Kalium sulfuricum entgiftet die Leber, regt den Stoffwechsel der Bauchspeicheldrüse an und sorgt außerdem für eine gute Sauerstoffversorgung der Zellen. Natrium phosphoricum ist wichtig für den Säure-Basen-Haushalt. Dieses Salz hat die Aufgabe, überschüssige Säuren wie Harn-, Milch- und Kohlensäure beim Abtransport zu unterstützen. Auch das Milieu im Magen-Darm-Trakt wird verbessert. Natrium sulfuricum regt die Flüssigkeitsausscheidung an, unterstützt die Nierenfunktion und Gallentätigkeit.

Kalium: Unterstützung bei Sport

Für alle, die während des Fastens Sport treiben, kann das Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum hilfreich sein. Dieses Mineral versorgt den Herzmuskel und die Muskulatur mit Sauerstoff. Da während einer Fastenkur viel Flüssigkeit ausgeschieden wird und dadurch der Kaliumspiegel sinkt, kann es zu Herzklopfen und Kreislaufschwäche kommen. Mit der Nr. 5 lässt sich der Mangel beheben.

Als Dosierung der angegebenen Schüßler-Salze generell gilt: Dreimal täglich zwei Tabletten der Potenz 6 im Munde zergehen lassen. Es können auch mehrere Salze gleichzeitig eingenommen werden.

Weitere Informationen

Bücher
Anita Heßmann-Kosaris: Die 50 besten Fastentipps. Droemer⁄Knaur. 80 Seiten. 7,95 Euro.
Roland Possin und Zora Gienger: Fasten für Körper und Seele. Haug. 144 Seiten. 17,95 Euro.
Dr. Ruediger Dahlke: Das große Buch vom Fasten. Goldmann. 352 Seiten. 17,95 Euro.

Internet
www.heilfastenkur.de
www.heilfastengesundheit.de
www.qualimedic.de/aktion_fastenwoche.html

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