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Schönheit & Pflege

Beauty-Schätze aus dem Meer

Inhaltsstoffe aus den Ozeanen haben es in sich. Egal ob Schlammpackungen fürs Gesicht oder Algenextrakte in der Anti-Cellulite-Creme – die Naturkosmetikforschung setzt auf Zutaten aus dem Meer. // Von Astrid Wahrenberg

Mineralstoffe pur– Wohltat für unsere Haut

Wo ist oben und wo unten – ach, egal. Herrlich schwerelos lassen wir uns gern im warmen Nass durchs Leben treiben. Schon im Fruchtwasser fehlt es uns neun Monate lang an nichts – deswegen lieben wir auch später die Planscherei in der Wanne und fühlen uns hinterher wie neu geboren. Wasser ist für uns lebenswichtig, unser Körper besteht zu 70 Prozent daraus. Erstaunlich auch, dass Körperflüssigkeiten wie Tränen, Schweiß, Urin, Zellwasser und Blut genau die gleichen Mineralstoffe und Spurenelemente wie Meerwasser enthalten, selbst das Mischungsverhältnis ist ähnlich.

Schon bei Chinesen und Römern beliebt

Wasseranwendungen werden schon seit Urzeiten geschätzt. In China waren Meerwasser- und Algenkuren beliebt. Auch die Griechen, Römer und Ägypter pflegten diesen Bäderkult. Vor rund 150 Jahren prägte der Arzt La Bonnadière den Begriff Thalasso-Therapie (thalassa = das Meer). In Thalasso-Instituten, die meist an der Küste liegen, schwört man auf die Kraft des Meeres mit seinem Potenzial an Spurenelementen, Vitaminen, Eiweiß, Mineralstoffen und Aminosäuren, die nicht nur im Wasser sondern auch im Salz, in Algen und Meerschlamm enthalten sind.

Diese Inhaltsstoffe tun Menschen mit Problemhaut besonders gut. Bei Neurodermitis, Akne und Schuppenflechte kann ein Urlaub am Toten Meer Wunder wirken. Wissenschaftler vermuten, dass der Mineralstoff-Cocktail den Wasserhaushalt der Haut reguliert und sie beruhigt. Auch empfindliche, trockene Haut kann von

diesem besonderen Salz, das eine zehnfach höhere Mineral­stoffkonzentration aufweist als alle anderen Weltmeere, profitieren. Man muss jedoch nicht die weite Reise auf sich nehmen, um in diesen Genuss zu kommen. Von Vollbad und -peeling über Duschgel, Bodylotion, Feuchtigkeitscreme bis zu Zahncreme gibt es Kosmetik­linien, die auf Salz aus dem Toten Meer basieren.

Eine beliebte Meereskosmetik sind auch Schlick- und Schlammmasken fürs Gesicht. Sie bestehen aus Meeresboden und darin abgelagerten Algen aus sauberen Gewässern, teilweise gehören auch pflegende Zusätze wie Aloe vera und Pflanzenöle zur Rezeptur. Besonders geeignet sind die Masken für unreine, zu Entzündungen neigende Haut. Natürliche Bestandteile wie Kaolin und Bentonit (Tonerden) saugen überschüssiges Fett auf und haben einen klärenden und reinigenden Effekt.

Durchblutungsfördernd, hautstraffend, entwässernd – das sind die Zauberwörter, mit denen Algenpackungen Orangenhaut auf die Delle rücken. Die Algen werden vom Meeresboden geerntet oder in Aquakulturen angebaut. Nach dem Trocknen wird das Wassergemüse zu Pulver gemahlen und mit weiteren Zutaten wie Tonerde oder durchblutungsfördernden Extrakten versetzt. Die mit warmem Wasser angerührte Masse streicht man auf Oberschenkel, Po und Bauch, darüber kommt eine Lage Zellophanfolie, das verstärkt die Wirkung. Das ganze 45 Minuten einwirken lassen. Wer nicht so viel Aufwand betreiben möchte, trägt eine Anti-Cellulite-Bodylotion auf. Darin sind beispielsweise Meeresalgen, Salzextrakte, Koffein und Pflanzenextrakte enthalten. Sie sollen die Mikrozirkulation in der Haut anregen und so für eine gute Durchblutung sorgen.

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