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Schönheit & Pflege

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Es gibt Ausnahmen

In den meisten Fällen reichen sauberes Arbeiten, Alkohol und ätherische Öle, um haltbare Naturkosmetik herzustellen. Dennoch lassen alle Naturkosmetikstandards – außer Demeter – synthetisch hergestellte, naturidentische Konservierungsmittel zu. Die wichtigsten sind Benzylalkohol sowie Sorbinsäure, Benzoesäure und deren Salze. Sie sind für konventionelle Lebensmittel zugelassen und weisen nur ein niedriges allergisches Potenzial auf. BDIH und Natrue schreiben vor, dass beim Einsatz dieser Konservierungsstoffe der Zusatz: „Konserviert mit ...“ auf dem Produkt stehen muss. Doch nur wenige Naturkosmetika enthalten einen dieser Stoffe. Logona beispielsweise verwendet für seine Tiegel mit Körperbutter, die Feuchttücher sowie für Aquabio Creme im Tiegel Kaliumsorbat. „Diese Produkte haben eine sehr große Oberfläche, an die Luft und damit auch Keime gelangen können. Wir wollen im Interesse unserer Kunden auf Nummer sicher gehen“, erläutert Silke Fliess von

Logocos. Naturidentische Konservierungsstoffe finden sich auch in einzelnen Reformhaus-Produkten. Deren Neuform-Kosmetik­richtlinie erlaubt zudem den Einsatz von Parabenen.

Obwohl sie keine synthetischen Konservierungsstoffe enthält, ist Naturkosmetik ebenso sicher wie konventionelle Produkte. Das zeigen immer wieder Analysen verschiedener Test-Magazine. Für die Hersteller ist das keine Überraschung. Sie überprüfen bei jeder Charge die mikrobiologische Qualität ihrer Produkte. Nur was sauber ist, kommt auch in die Regale der Läden.

Allergisch auf Konservierung

Konservierungsstoffe haben den Auftrag, Bakterien, Hefen und Pilzen den Garaus zu machen. Entsprechend aggressiv sind sie – auch auf der Haut. Viele der künstlichen Haltbarmacher können die Haut irritieren, zu Rötungen und Ausschlag führen. Bei langjähriger Anwendung steigt die Gefahr, dass die Stoffe den Organismus sensibilisieren und es zu allergischen Reaktionen kommt.

Bekannte Allergene sind Formaldehyd und Stoffe, die im Produkt Formaldehyd freisetzen. Auch die halogenorganischen Verbindungen, zu denen viele Konservierungsmittel gehören, haben ein großes allergisches Potenzial.

Wenig allergisierend sind dagegen Parabene, die sich in vielen herkömmlichen Kosmetika befinden. Diese Stoffgruppe geriet allerdings 2004 als krebsverdächtig in die Schlagzeilen. Während einer Studie fanden britische Wissenschaftler Spuren von Parabenen im Brustgewebe von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren. Nach Ansicht von Fachverbänden und Behörden ist das aber kein Beleg dafür, dass Parabene etwas mit der Entstehung von Brustkrebs zu tun haben.

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