Die Basics der Schönheit
Wenn Sie jetzt auf Bewegung, Pflege und Ernährung achten, tanzen Sie fit und schön in den Frühling. // Von Narimaan Nikbakht
1. Bewegung
Das Powerprogramm für eine frische Frühlingshaut: Sport. Denn Bewegung unterstützt die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Dadurch wird die Haut optimal mit Nährstoffen versorgt und bleibt länger jung. Zudem regt Bewegung den Körper an, mehr Kollagen zu bilden – und wirkt so gegen Falten. Bewegungsmangel hingegen führt dazu, dass die Muskelmasse geringer und durch Fettgewebe ersetzt wird. Irgendwann werden die Fettzellen so prall, dass sie vom Bindegewebe in der Unterhaut nicht mehr festgehalten werden können. So werden sie an der Hautoberfläche als Cellulite sichtbar. Darum immer für straffe Muskeln sorgen. Drei Termine wöchentlich sollten es schon sein. Ideal sind leichte Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Jogging, Walking oder auch einfach nur Spazieren gehen. „Hauptsache man kommt in Gang und bleibt dran“, sagt Thorsten Tschirner, Sportwissenschaftler und Autor des Buches „Der BBP-Trainer: In 6 Wochen zur Superfigur“. „Gut ist etwa eine Laufgruppe, weil feste Termine verpflichten.“
Einsteigerprogramm: Fünf Minuten Walken, zehn Minuten langsam Joggen, noch mal Walken und Joggen und am Schluss Oberschenkel, Waden, Brust und Rücken dehnen. Wer jedoch richtig abspecken will, muss die Trainingsintensität erhöhen.
2. Pflege
Du siehst aber frisch aus! Damit Sie dieses Kompliment möglichst lange zu hören bekommen, ist auch Pflege wichtig. Natürlich kann Kosmetik keine Wunder vollbringen, aber es gibt Wirkstoffe, mit denen man gut gegen den Alterungsprozess ancremen kann. Mit Extrakten aus exotischen Früchten – wie zum Beispiel Sheabutter oder kolumbianisches Passionsfruchtöl in Kombination mit grünem Tee – oder auch mit Extrakten aus heimischen Pflanzen wie Edelweiß oder Wildrosen. Sie unterstützen die natürlichen Abwehrkräfte der Haut und schützen vor freien Radikalen, den Haupttätern im Alterungsprozess. Das sind Moleküle mit ungepaarten Elektronen, die einsam auf der Suche nach anderen freien Elektronen sind und dabei im Körper Unheil anrichten. Biochemiker erklären, dass freie Radikale auf Dauer die stützenden Bindegewebsfasern mürbe machen, was zu Falten führt. Die Übeltäter tauchen im Ozon der Luft auf, aber auch in Zusammenhang mit Stress, Sonnenstrahlen und Zigaretten.
Und was ist mit den Dellen an Oberschenkeln und Po? Die können Sie durch regelmäßiges Massieren anpacken: Das kurbelt sowohl Zellstoffwechsel als auch Lymphfluss an. Beides kommt bei Cellulite nämlich nahezu zum Erliegen.
Anti-Cellulite-Programm: Zunächst ohne Creme an der Haut zupfen, bis sie sich leicht rötet. Dann mit den Fingerknöcheln über die Haut fahren, anschließend die Creme einmassieren. In Anti-Cellulite-Fluids stecken unter anderem Substanzen wie Birkenblätter, Rosmarin oder Mäusedorn. Sie sollen für festes Bindegewebe und einen regen Lymphfluss sorgen.
Ernährung
Bewegung, Cremes und Massagen nützen nur halb so viel, wenn Sie zu einseitig und kalorienreich essen. Dann sind die Zellen nicht optimal mit Nährstoffen versorgt, das Bindegewebe wird geschädigt, die Haut wirkt fahl, die Haare stumpf. „Neuere Studien weisen darauf hin, dass Mikronährstoffe auch die Struktur und Funktion der Haut beeinflussen können“, erklärt Dr. Michaela Axt-Gadermann, Professorin für Gesundheitsförderung und Medical Wellness und Autorin des Buches „Skin Food: Schlemm Dich schön“. Auf Ihrem Speiseplan sollten überwiegend – zu mehr als 50 Prozent – Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Salat stehen. Sie liefern Ballaststoffe, die lange satt halten. In Gemüse und Obst stecken Antioxidantien, die die Zellen schützen. „So versorgt Beta-Carotin in Karotten oder Lykopin in Tomatensaft die Haut mit einem leichten Sonnenschutz“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Bis zu 15 Prozent der Nahrung sollte aus Eiweißen, also aus magerem Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchten bestehen. Eiweiß braucht der Körper, um Gewebe und Organe aufzubauen und zu regenerieren. Auch für die Bildung der elastischen Fasern, die unsere Haut straff halten, ist Eiweiß notwendig. Zink beeinflusst den Eiweißstoffwechsel positiv.
NAHRUNG FÜR DIE ZELLEN: Der Rest der Ernährung sollte aus hochwertigen pflanzlichen Fetten wie Kern- und Keimölen und Nüssen bestehen. Ihre ungesättigten Fettsäuren halten Zellwände und Bindegewebe elastisch und sind sogar Schlankmacher, wie Studien zeigen. Trinken Sie zudem mindestens eineinhalb Liter am Tag, zum Beispiel Wasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Das regt den Stoffwechsel an und hält die Lymphe im Fluss.
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