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Moschus-Duftstoffe

 Echter Moschus galt schon im Altertum als wertvoller Duftstoff, und bis heute ist das Drüsensekret des Moschushirsches begehrt und teuer. Als billigen Ersatz verwendet die Industrie künstlich hergestellte Moschus-Duftstoffe. Sie stecken nicht nur in Parfüms, sondern auch in Deos, Hautcremes, Seifen, Shampoos und Waschmitteln. Doch die künstlichen Stoffe stehen seit Jahren in der Kritik. Einige Nitromoschusverbindungen wurden aus Kosmetikartikeln bereits verbannt, weil sie Allergien auslösen können und möglicherweise krebserregend wirken. Mittlerweile kommen hauptsächlich polyzyklische Moschusduftstoffe zum Einsatz. Auch sie sind nicht unbedenklich: Sie sind ebenfalls schwer abbaubar und reichern sich in der Umwelt sowie im Fettgewebe von Tier und Mensch an. Tierversuche gaben Hinweise auf Leberschäden.

Vor allem die Langzeitwirkungen der synthetischen Duftstoffe sind kaum erforscht. Ob ein Produkt Moschusverbindungen enthält, lässt sich auf der Inhaltsstoffangabe nur schwer erkennen: dort reicht die allgemeine Bezeichnung Parfüm oder Aroma aus. In Naturkosmetikprodukten sind die umstrittenen Duftstoffe verboten.

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