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Enthaarungscremes: Chemische Helfer
Hersteller von Enthaarungscremes werben mit der „ultimativen Zeitersparnis“: Unter der Dusche aufgetragen, sind die Beine binnen kürzester Zeit seidig glatt. Kann das funktionieren? Es kann. Dank der Salze der Thioglykolsäure. Diese greifen die Hornsubstanz des Haares an, es wird brüchig und kann mit einem Schaber entfernt werden. Anders als bei der Rasur wächst das Haar weich nach.
Doch gängige Produkte machen nicht nur dem Haar zu schaffen: Die Salze der Thioglykolsäure in Verbindung mit den ebenfalls enthaltenen Alkalien können auch die Haut angreifen. Hautirritationen wie Rötungen und Jucken sind die Folge. Die Gebrauchsanweisung warnt denn auch vor Kinder- und Augenkontakt und rät von einer Anwendung im Genitalbereich ausdrücklich ab.
Außerdem: Die chemischen Glattmacher duften meist stark. Das zugesetzte Parfum soll den unangenehmen Geruch des durch die Salze freigesetzten Schwefelwasserstoffs überdecken. Dieser erinnert an den Geruch fauler Eier.
Rasierer und Epilierer: Wunder der Technik
Ob in der Dusche oder Badewanne, eine Nassrasur geht schnell und unkompliziert. Doch auch wenn die Damenrasierer mit diversen Klingen gegen den Haarwuchs ankämpfen, so übersteht man kaum mehr als einen Sommertag mit glatten Beinen. Da die Haare scharfkantig abschnitten werden, wachsen sie nach einer Rasur stoppelig nach. Auch Rasierpickelchen können, gerade in der Bikinizone oder in der Achselhöhle, auftreten. Deshalb sollte immer in Wuchsrichtung rasiert werden. Auch das häufige Wechseln der Klinge beugt der Pickelbildung vor.
Haare an der Wurzel gepackt
Bei der Enthaarung mit dem Epilierer ziehen rotierende Pinzetten, walzenartig angeordnet, die Haare mitsamt Wurzel heraus. Nichts für Schmerzempfindliche. Doch es gibt einen Trost: Das Schmerzempfinden ist individuell unterschiedlich und bei häufiger Anwendung lässt der Schmerz erfahrungsgemäß nach. Außerdem verheißt der Epilierer mehrwöchige Haarfreiheit und glattere Haut als nach einer Rasur.
Von einer Epilation im Achsel- und Intimbereich raten Kosmetikerinnen allerdings ab. Zu schmerzhaft sei das Epilieren in diesen empfindlichen Körperregionen und eingewachsene Haare können zu Entzündungen führen. Regelmäßiges Massieren mit einem Luffaschwamm kann dem entgegenwirken.
Trend: Unten ohne
Das vollständige Enthaaren des Intimbereichs wird immer populärer – nicht erst, seit sich zahlreiche Hollywoodstars dazu bekannten. Besonders beliebt ist das sogenannte Brazilian Waxing mit warmem Wachs. Doch warum wollen immer mehr Frauen unten ohne durchs Leben gehen? Die Haarentfernung im Genitalbereich könne entweder als Ausdruck patriarchaler Sexualität begriffen werden oder auch als Zeichen gesteigerter weiblicher Emanzipation, sagen Wissenschaftler der Universität Leipzig, die den Trend untersuchten. „Desperate Housewife“ Eva Longoria hat da eine einfachere Erklärung: Es mache den Sex besser, schwärmte der amerikanische TV-Star in einem Interview.
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