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Fragen Sie uns, wir antworten!

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre Fragen rund um Naturkosmetik, Hautprobleme und die richtige Pflege. Schicken Sie uns Ihre Frage per Post oder E-Mail. Außerdem freuen wir uns über Ihre Meinung zu cosmia oder über Ihre Erfahrungen mit Naturkosmetik. Eine Auswahl Ihrer Briefe finden Sie auf dieser Seite.

Tipps gegen trockene Hände 

Ich habe sehr trockene Hände und creme sie mehrmals am Tag ein. Das hilft aber nur kurz. Was kann ich gegen das ständige Trockenheitsgefühl tun? S. Peters (Hannover)

Liebe Frau Peters,
bereits beim Händewaschen beginnt die Handpflege. Häufiges Händewaschen schä­digt den Säureschutzmantel und die Kitt­substanzen zwischen den Hautzellen. Lauwarmes Wasser ist dabei besser als heißes, mit milden Seifen oder Waschlotionen kann Schmutz gelöst werden. Essenziell für trockene Haut ist die Rückfettung nach jedem Händewaschen.

Nicht empfehlenswert sind Cremes, die künstliche Duftstoffe, Paraffine, Silikone, Parabene oder PEG-Emulgatoren enthalten. Empfehlenswerte Inhaltsstoffe sind Pflanzenöle, natürliche Wachse, Pflanzenextrakte sowie Kräuterauszüge. Sie bewahren die Feuchtigkeit und nähren. Idealerweise verreiben Sie die Pflege zuerst auf dem Handrücken. Anschließend den Rest in der Handinnenfläche und den Fingern vercremen. Grund­sätzlich sollte Hausarbeit nur mit Handschuhen gemacht werden. Tipp: Hände vorher üppig eincremen, so wird währenddessen geschützt und gepflegt.

Für zarte Hände sorgen auch Peeling und Handbäder: Mit einem Handpeeling werden abgestorbene Hautzellen, Talg, Schweiß und Schmutz gelöst. Verwenden Sie dazu zum Beispiel einfaches Speisesalz oder Zucker, vermischt mit Handcreme. Für ein Handbad füllen Sie eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und mischen ein wenig Pflanzenöl, Sahne oder Buttermilch dazu. 1-2 Tropfen ätherisches Öl wie Rose, Kamille oder Neroli pflegen zusätzlich. Danach ist die Haut aufnahmebereit für nährende Pflegeprodukte.

Mein besonderer Pflegetipp: Die Hände dick eincremen, dünne Einmalhandschuhe darüber ziehen und ein bis zwei Stunden anbehalten. Durch die Wärme öffnen sich die Poren und die Wirkstoffe können nun optimal eindringen.

Marion Winter ist Heilpraktikerin, Inhaberin der Naturkosmetik-Praxis Naturell in Nürnberg und Autorin mehrerer Fachbücher. www.naturell-mw.de

Trocknet Glyzerin die Haut aus ?

„Ich habe gelesen, dass der oft in Kosmetik verwendete Inhaltsstoff Glyzerin aus den unteren Hautschichten die Feuchtigkeit nach oben transportiert und somit die Haut austrocknet. Andererseits wird jedoch immer wieder gesagt, dass die Haut durch Glyzerin besser versorgt wird. Warum wird auch in Naturkosmetik Glyzerin verwendet (teilweise pflanzliches), wenn es solche Auswirkungen hat?“
Monika Rannert, Würzburg

Liebe Frau Rannert,
Glyzerin ist ein Grundgerüst vieler Fette, beispielsweise der Triglyceride. In diesem Fall ist der dreiwertige Alkohol Glyzerin dreifach mit Fettsäuren verestert. Die Herstellung von Glyzerin kann petrochemisch erfolgen oder auch biologisch über die Verseifung von natürlichen Fetten und Ölen zur Gewinnung von Fettsäuren.
Früher wurden aus tierischen Fetten in großen Mengen Seifen (Alkalisalze der Fettsäuren) produziert. Inzwischen hat die Biodieselherstellung (säurekatalysierte Umesterung von meist pflanzlichen Ölen mit Methanol) erheblich an Bedeutung gewonnen. Auch hierbei wird natürliches Glyzerin gewonnen.
Glyzerin ist nach wie vor das wichtigste Feuchthaltemittel für Kosmetika. Eingesetzt wird es in relativ niedrigen Konzentrationen (5-10 Prozent), da es sonst zu einem klebrigen Hautgefühl kommen kann. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Glyzerinzusatz die pflegenden Eigenschaften von Kosmetika verbessert. Dies zeigt sich in einer Erhöhung der Hydratation der Haut und einer Verminderung des Wasserverlustes.
Entscheidend für die gute Wirkung und Verträglichkeit glyzerinhaltiger Produkte ist jedoch die Gesamtrezeptur, insbesondere die Qualität und Verarbeitung der enthaltenen Lipide. Durch eine gute Rezeptur wird verhindert, dass das Glyzerin an der Oberfläche den tieferen Schichten der Epidermis Feuchtigkeit entzieht.

Prof. Dr. Christoph M. Schempp ist Dermatologe und Allergologe. Er leitet das Kompetenzzentrum Skintegral an der Universitäts-Hautklinik Freiburg.

Weiter so

Vielen Dank für die Beiträge, die für eine zukunftsfähige Welt Hoffnung geben. Es ist schön zu hören, dass in den Ländern viele schöne Projekte durchgeführt werden, bei denen man ja sonst nur auf „trübe“ Medienberichte angewiesen ist und leider meistens Negatives hört. Vor allem ist es schön für mich, noch mal bestätigt zu bekommen, dass man durch das Einkaufen etwas Gutes für die Welt und Umwelt tun kann.
Saliha Ates, Marburg

Faire Kosmetik

Ich wusste nicht, dass es Fair Trade auch bei Kosmetik gibt. Das ist für mich in Zukunft ein Grund mehr, Naturkosmetik zu kaufen.
Marie von Bennewitz, ohne Ortsangabe

Ohne Tierversuche?

Vielen dank für Ihre sehr schöne und informative Zeitschrift. Ich lese sie mit Begeisterung. Ich habe eine Bitte: Könnten Sie mir folgendes Siegel erklären? Ich weiß, dass es Naturkosmetik bedeutet, aber beinhaltet es auch, dass sie ohne Tierversuche gemacht ist?
Claudia Ruess, Wasserburg

Liebe Frau Ruess,
das Zeichen ist das Siegel des Branchenverbands BDIH (Bun- ­­desverband deutscher In­dus­trie- und Handelsunternehmen für Arz­nei­mittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel), das Naturkosmetik zertifiziert. In den Kriterien des Verbands heißt es: „Weder bei der Herstellung noch bei der Entwicklung oder Prüfung der Endprodukte werden Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben.“ Außerdem gibt es eine so genannte Stichtag-Regelung. Rohstoffe, die nach dem 1. Januar 1998 auf den Markt gekommen sind, dürfen nur dann verwendet werden, wenn sie nicht im Tierversuch getestet wurden. Diese Regelung bedeutet eine verbindliche Einigung, generell auf Tierversuche zu verzichten.
Theoretisch ist es aber möglich, dass „alte“ Inhaltsstoffe, die schon seit Jahrzehnten Bestandteil einer bestimmten Rezeptur sind und immer noch verwendet werden, früher einmal in Tierversuchen getestet wurden. Nach eigenen Aussagen entsprechen Tierversuche allerdings nicht den ethischen Maßstäben der Naturkosmetik-Hersteller, deren Marken im Fachhandel erhältlich sind. Die meisten von ihnen haben diese Tests von Anfang an abgelehnt. Das BDIH-Siegel ist also ein verlässliches Zeichen dafür, dass das Produkt aktuell ohne Tierversuche hergestellt wird.
Ihre cosmia-Redaktion

Alte Eltern

Es hat mich sehr gefreut, dass Sie das Thema „Wenn Eltern älter werden“ in Ihrer November-Ausgabe aufgegriffen haben. Meine Mutter ist 68 und noch nicht pflegebedürftig, aber ich habe in den letzten eineinhalb Jahren ganz stark gemerkt, dass sie alt geworden ist. Wir reden schon jetzt viel über eine mögliche Pflege, denn ich habe ihr gesagt, dass ich sie nicht pflegen möchte. Sie versteht das und möchte mir wiederum nicht zur Last fallen. Wir überlegen gemeinsam, welche Möglichkeiten es gibt und haben uns sogar schon eine Senioren-Einrichtung angesehen. Es tut gut zu lesen, dass es vielen Menschen ähnlich geht. Das Buch von Helga Käsler-Heide habe ich mir gekauft und finde es sehr gut.
Susanne Herzberg, Hamburg

 

 

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