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Schönheit & Pflege


KosmetikbegriffeKlartext, bitte!

Rätselhafte Kosmetikbegriffe erklärt

Body Splash, Ceramide oder Mesolift: Immer neue Fremdwörter tauchen auf Tiegeln und in Schönheitsstudios auf. Was steckt dahinter? // Von Astrid Wahrenberg

Antikomedogen

In der Fachsprache heißt ein Mitesser Komedom, Ursprung ist das lateinische Wort Comedere, zu Deutsch mitessen. Substanzen, die Mitesser, Pickel und Akne fördern, bezeichnet man daher als komedogen. Steht „antikomedogen“ oder „nicht komedogen“ auf der Schachtel, bedeutet das, dass solche Inhaltsstoffe nicht enthalten sind. Allerdings sind sich Experten noch nicht bei allen Stoffen einig, in welche Kategorie sie gehören. Daher bietet die Bezeichnung „antikomedogen“ auch keine 100-prozentige Sicherheit.

Body Wrapping

Eingewickelt in Algen- oder Schlammpackungen, die mit luftundurchlässigen Folien umschlossen sind, gart man sozusagen im eigenen Saft. Die Theorie: Schlacken und Fett werden ausgeschwitzt. Damit sollen Orangenhaut bekämpft und Oberschenkel verschlankt werden. Plausibler ist vermutlich ein Wasserverlust, der allenfalls vorübergehend ist.

Body Scrub

Abreiben, Abschälen, Abschrubben – so wird das englische Wort Scrub übersetzt. Bei einem Body Scrub handelt es sich um ein Körperpeeling, bei dem Hornschüppchen gelöst werden.

Body Splash

Erfrischung aus der Flasche: Der Sprühnebel wird direkt auf die Haut gesprüht. Inhaltsstoffe sind neben Wasser meist duftende ätherische Öle und teilweise Pflegestoffe wie Aloe vera.

Ceramide

Sind ein wichtiger Bestandteil unseres Hautfetts. Sie bilden den Kitt zwischen den Zellen, unterstützen unter anderem die Hautbarriere und schützen die Haut vor dem Austrocknen.

Concealer

Abdeckstift − gibt es auch als Creme oder in pudriger Konsistenz. Er kaschiert Augenringe, deckt rote Äderchen und Pigmentflecken ab und modelliert auch Konturen.

Dermabrasion

Chirurgischer Eingriff unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung. Mit Diamantfräse oder Laser wird die oberste Hautschicht abgetragen. Die wunde Haut muss danach gut gepflegt werden. Nach etwa zwei Wochen fällt der Schorf ab. Die neue Haut ist gerötet und sehr sonnenempfindlich. Erfolgreich bei feinen Falten in der Oberlippen- und Mundregion, bei Aknenarben, Tätowierungen sowie Altersflecken.

Exfoliator

Hört sich nach einer Foltermethode an, ist aber nur ein anderer Begriff für Peeling (siehe Body Scrub).

Filler

Sind Füllmaterialien zur Faltenunterspritzung. Es gibt sie aus körpereigenen Substanzen wie Eigenfett oder Blutplasma, tierischen Rohstoffen, aus bakterieller Fermentation oder synthetischer Herstellung. Filler auf Kunststoffbasis kann der Organismus nicht abbauen, das kann Probleme machen. Beispielsweise können sie sich verkapseln und Knötchen bilden. Derzeit gibt es rund 160 verschiedene Fillersubstanzen.

Foundation

Anderer Name für Grundierung oder Make-up, gibt’s als flüssige und feste Produkte. Profis tragen eine Foundation meist mit einem feuchten Latex-Schwämm­chen auf, so wird sie besonders gleichmäßig.

Highlighter

Gibt es als Puder, Stift oder cremiges Produkt in hellen Farbtönen wie Weiß, Silber oder Rosa. Punktuell eingesetzt, bringen Highlighter Glanzlichter ins Make-up. Ein heller Puder direkt unter den Augenbrauen bringt etwa die Augen zum Strahlen. Etwas Highlighter auf den Wangenknochen modelliert das Gesicht.

Leave-in-Produkte

Haarpflege, zum Beispiel eine Kur, die nach dem Waschen eingearbeitet wird und im Haar bleibt.

Lipbooster

Lipgloss-ähnliche Produkte, die die Lippen aufplustern sollen. Sie sollen die Kollagenproduktion anregen oder Kollagen in die Haut schleusen. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass Kollagen-Moleküle die Hautbarriere überwinden können.

Liposome

Winzige Hohlkügelchen, die wasserlösliche Stoffe in ihrem Inneren verkapseln können. Ihre Struktur ähnelt der unserer Hautzellen, dadurch können sie in unsere Haut eindringen. Damit sind sie ein ideales Vehikel, um Wirkstoffe in die Haut zu schleusen.

Mesolift

Hautstraffende Substanzen werden mit einer feinen Nadel oberflächlich entlang der Hautfalten und in die gesamte Oberfläche von Gesicht, Hals, Dekolleté oder Handrücken eingearbeitet. Am schmerzlosesten arbeiten elektronische Injektionsgeräte. Der Wirkstoffcocktail enthält individuell zusammengestellte Kombinationen unter anderem aus Vitaminen, Mi­neralien, Durchblutungsmitteln oder Hyaluronsäure. Darf nur von Ärzten und Heilpraktikern angewendet werden.

Mikrodermabrasion

Intensives, mechanisches Hautpeeling, das Hautärzte und auch Kosmetikerinnen anwenden. Die Haut wird über eine Düse mit feinen Keramikkristallen beschossen. Dabei wird die oberste Hornschicht abgeschliffen, ohne dass dabei Blut fließt. Es folgt eine intensive kosmetische Nachbehandlung mit pfle­genden Wirkstoffen. Die Methode kommt bei Hautverfärbungen, Pigmentstörungen, Schwangerschaftsstreifen, grobporiger Haut und Aknenarben zum Einsatz.

Nude Look

Sieht aus wie nackte, ungeschminkte Haut, ist aber ein perfektes Make-up in dezenten Hauttönen. Effekte werden sparsam gesetzt, etwa mit etwas Glanz auf dem Augenlid.

Q10

Bekannt auch als Coenzym Q10, wird im Körper bei verschiedenen Prozessen, unter anderem der Abwehr freier Sauerstoffradikale, benötigt. Mit zunehmendem Alter sinkt der Gehalt im Körper. Daher findet sich Q10 häufig in Anti-Aging-Kosmetik.

Spa

Manche Quellen zitieren „Sanus Per Aquam“ (Gesundheit durch Wasser), andere berufen sich auf den belgischen Badeort Spa. Einigkeit herrscht bei der semantischen Bedeutung: Spa steht für Wellness und Wohlfühlen.

Vapozon

Ein Gerät, das warmen Wasserdampf erzeugt. Der Wasserdampf soll die Hautporen öffnen und somit optimal auf die nachfolgende Tiefenreinigung und Pflege vorbereiten.

Bildnachweise:  istockphoto

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