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Schönheit & Pflege


Der Geschmack
Vielseitige Kokosnussder Tropen

Sie weckt Sehnsucht nach weißen Palmenstränden: die Kokosnuss. In den Tropen ist sie Lebensgrundlage für viele Menschen. // Von Jutta Krause

„Die Kokosnuss hat für jeden Tag des Jahres eine andere Verwendung“ lautet ein philippinisches Sprichwort. Tatsächlich ist die Frucht äußerst vielseitig einsetzbar: Ihr nahrhaftes Fleisch und die daraus gewonnene Milch sind als Grundnahrungsmittel wesentlicher Bestandteil der tropischen Küche. Ihr Wasser dient als erfrischendes Getränk – oder vergoren als probates Rauschmittel.

Die harten Schalen sind Brennmaterial, aus dem Bast der Außenschale werden Körbe und Seile geflochten. Die Kokospalme wird deshalb in einigen Ländern respektvoll „Baum des Lebens“ genannt. Ihr Holz verwenden die Insulaner traditionell zum Hüttenbau, die Palmwedel dienen zum Teil als Dach. Selbst das „Herz“ der vielseitigen Palme ist eine begehrte Delikatesse, die jedoch meist erst beim Fällen des Baums geerntet wird. Denn aus dem oben am Stamm gelegenen sogenannten Scheitelmeristem wachsen laufend neue Blätter und Blüten.

Braun oder grün?

Die Frucht der Kokospalme ist übrigens keine Nuss, sondern eine Scheinfrucht. Sie besteht aus einer glatten grünen Außenschicht, die vor dem Export nach Europa meist entfernt wird − und dem harten, braunen Kern, den wir hierzulande als Hülle der schmackhaften Frucht kennen.

Im Nussinneren befindet sich eine süßliche, leicht trübe Flüssigkeit, das Kokoswasser. Solange die Nuss geschlossen bleibt, ist es keimfrei. Vor allem das Wasser weniger reifer Früchte dient als erfrischendes Getränk und manchmal auch als Trinkwasserersatz. Mit zunehmender Reife enthalten die Nüsse dann immer weniger Wasser.

Kokosmilch entsteht dagegen, wenn man das Fruchtfleisch mit Wasser püriert und die Mischung anschließend durch ein Tuch presst. Die aromatische milchige Flüssigkeit, die zwischen 15 und 25 Prozent Fett enthält, gibt vielen tropischen und asiatischen Gerichten das typische Aroma. Nussig und leicht süß verleiht es Fisch- und Gemüsegerichten, Currys, Suppen, Desserts und Gebäck eine feine exotische Note.

In ihren Herkunftsländern leistet die Kokosnuss seit jeher einen wesentlichen Beitrag zur Ernährung. Eine einzige Palme liefert zwischen 50 und 100 Nüsse pro Jahr. Das Fruchtfleisch einer reifen Kokosnuss enthält etwa 45 Prozent Wasser und 35 Prozent Fett. Außerdem stecken darin Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Calcium, die Spurenelemente Selen, Eisen, Mangan, Kupfer und Zink sowie die Vitamine B, C und E.

Aus dem getrockneten weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss – der sogenannten Kopra – werden Kokosöl und Kokosflocken gewonnen, die wichtige Handelsgüter darstellen. Kokosöl enthält überwiegend gesättigte Fettsäuren. Das macht es äußerst hitzebeständig und sorgt dafür, dass es sich auch beim heißen Braten und Frittieren nicht negativ verändert − brachte ihm aber auch den Ruf, ungesund zu sein, da gesättigte Fettsäuren in der Regel den Cholesterinspiegel erhöhen. Kokosöl besteht aber auch zu etwa 50 Prozent aus Laurinsäure, die wiederum das „gute“ HDL-Cholesterin erhöhen soll. Dieses Cholesterin transportiert das Blutfett von den Gefäßen zur Leber und schützt sie so vor Ablagerungen.

Besser ohne Transfettsäuren

Wichtig ist auf jeden Fall die Qualität des Ausgangsprodukts. Herkömmliches Kokosfett wird meist gebleicht, raffiniert, desodoriert und oft auch teilgehärtet. Diese künstlich gehärteten Fette können unerwünschte Transfettsäuren enthalten. Im Naturkosthandel ist Kokosfett hingegen in der natürlichen Variante erhältlich: zum Beispiel als biologisches Virgin Kokosöl, das keine Transfettsäuren enthält.

Auch in Kosmetikprodukten wird Kokosöl gerne eingesetzt. Die mild reinigenden Tenside sind für Seifen, Shampoos und Duschgele begehrt. In Cremes und Lotionen ist das pflegende Öl ebenfalls oft enthalten. Angenehm: Es zieht schnell in die Haut ein.

Gebratenes DoradenFilet mit Kokossoße

DoradenFilet mit KokossoßeFür 4 Personen

Zutaten: 4 Doraden, küchenfertig filetiert
1 EL Erdnussbutter / 1 Zitrone
ca. 400 ml Kokosmilch / 2 EL Kokosraspel
1 TL frisch gehackter Ingwer / 1 fein gehackte Knoblauchzehe / 3 EL Erdnussöl
3 Thai-Chilischoten / Salz, Pfeffer

Zubereitung: Doraden waschen und trocken tupfen. Zitronenzesten (feine Streifen der Schale) abziehen und Saft auspressen. Eine Chilischote fein hacken, die anderen beiden halbieren. Ingwer, Kokosraspel und Knoblauch in 1 EL heißem Öl anschwitzen, Erdnussbutter und gehackte Chili zugeben, dann mit der Kokosmilch ablöschen. Etwa 3-4 Minuten köcheln lassen und nach Bedarf noch etwas Kokosmilch angießen. Zum Schluss Zitronenzesten zugeben und mit Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer abschmecken. Restliches Öl mit den halbierten Chilischoten in eine heiße beschichtete Pfanne geben. Doraden mit der Hautseite nach unten goldbraun braten. Vom Feuer nehmen und gar ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Soße darüber geben, restliche Soße separat dazu reichen.

Seetüchtige Schale

Lang bevor Seefahrer die Südsee entdeckten, eroberte die Kokospalme dort schon geduldig Insel für Insel. Mit Hilfe ihrer stoßfesten, wasserdichten Schale und dem Süßwasserreservoir im hohlen Kern können Kokosnüsse monatelang auf hoher See treiben, ohne dass Sonne, Brandung und Salzwasser ihr etwas anhaben. Unterdessen wächst in ihrem Inneren eine neue Palme heran. Nährgewebe und Wasser sind im Nusskosmos reichlich vorhanden. So kann das Pflänzchen von den Vorräten zehren, bis es an einen Strand gespült wird und dort Wurzeln schlägt.

Die einzige Ausnahme von dieser Wanderlust: Die „Coco de Mer“ wächst nur auf den Seychellen. Ihre Samen sind die größten im Pflanzenreich. Sie wiegen bis zu 20 Kilogramm und sind damit einfach zu schwer zum Schwimmen.

Frischetest beim Einkauf: Je frischer eine Kokosnuss ist, desto mehr Wasser enthält sie. Beim Schütteln muss es hörbar glucksen.

Harte Nuss leicht geknackt

Wer an das leckere weiße Fleisch der Kokosnuss gelangen will, muss erst einmal die harte Schale knacken, die es wie ein Tresor umhüllt. Dazu braucht man weder Axt noch Säge. Aus dem Werkzeugkasten kommen vielmehr ein Hammer und ein sauberer Schraubenzieher zum Einsatz. Mit dem Schraubenzieher bohrt man die Keimlöcher am flachen Ende der Nuss auf und stellt sie auf ein Gefäß, um das gesunde und leckere Kokoswasser aufzufangen. Entlang einer gedachten Linie – dem „Äquator“ der Kokosnuss – setzt man mehrere kräftige Hammerschläge, wobei man die Nuss nach jedem Schlag ein wenig dreht. Dabei bekommt die Schale feine Risse und lässt sich leicht öffnen.Vielseitige Kokosnuss

Zum Duschen

Exotisch, frisch und belebend: Das Tropic Duschbad von Logona enthält nicht nur Kokosmilch, sondern auch Ananas- und Papaya-Extrakte. Ein fruchtig duftendes Dusch-Erlebnis, bei dem die Haut sanft gepflegt wird.

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