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Schönheit & Pflege


Luxus für die HautLuxus für die Haut

Edelmetalle sind derzeit nicht nur als Kapitalanlage gefragt, sondern auch als Beauty-Zutaten. Cremes mit Gold oder Silber, mit Perlen, Seide oder Edelsteinen – viele Naturkosmetikfirmen setzen auf hochkarätige Wirkstoffe. // Von Astrid Wahrenberg

Seidenweiche Haut, rein wie Gold und strahlend wie ein Juwel – wer möchte das nicht? Kosmetik mit Edelmetallen, Seide, Perlen oder Edelsteinen klingt deshalb verführerisch. Tatsächlich werden viele dieser luxuriösen Inhaltsstoffe seit Langem wegen ihrer verschönernden oder auch heilsamen Wirkung geschätzt. Eine Reihe von Naturkosmetik-Herstellern verwendet die glamourösen Wirkstoffe ebenfalls – meist in Kombination mit hochwertigen Pflanzenölen oder -essenzen – und verzichtet gleichzeitig auf synthetische Duftstoffe, hautreizende Emulgatoren oder billige Erdölprodukte.

Eine Besonderheit sind die speziellen Herstellungsprozesse einiger Naturkosmetik-Firmen. So geht es bei Dr. Hauschka zum Beispiel nicht um die Menge der eingesetzten Stoffe, sondern um den Impuls, den die Rohstoffe vermitteln. Dafür wird ein rhythmisches Verdünnungsverfahren angewendet. Und die Firma Light of Nature bereitet die Wirkstoffe in einem alchemistischen Prozess auf, bei dem Gold und Silber verflüssigt werden. In anderen Produkten finden sich die Wirkstoffe häufig als feines Pulver oder in Form von in Wasser gelösten winzigen Partikeln.

Schätze der Natur

Perlen
In Kosmetik sind es meist fein gemahlene Zuchtperlen, die Cremes oder Hautkuren veredeln. Perlen sind ein Wunderwerk der Natur: Sie wachsen in Meeres- oder Süßwassermuscheln langsam Schicht für Schicht, am Ende fügen sich bis zu 1000 feine Plättchen zusammen.

Warum eine Muschel eine Perle bildet, weiß man nicht mit Sicherheit. Eine Theorie: Die Muschel verkapselt damit eingedrungene Fremdkörper. Im übertragenen Sinn gilt die Perle daher als Bollwerk gegen äußere Einflüsse. In Kosmetik sollen ihre Wirkstoffe die Haut als Abgrenzungs- und Ausscheidungsorgan stärken.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist Fakt, dass Perlen vor allem aus Eiweißen und Mineralstoffen bestehen. Beide gelten als wichtige Substanzen für die Haut. Perlenstaub soll für ein gesundes Hautbild sorgen, die Bildung von elastischen Fasern fördern und die Haut aufpolstern.

Gold & Silber
Auf die Idee, sich mit dem Sonnenmetall Gold zu verschönern, sind vor uns schon andere gekommen. Die alten Ägypter bestäubten zum Beispiel ihre Brustwarzen mit Goldpuder. Das glänzende Edelmetall bricht das Licht, „die Haut bekommt einen zarten, sanften Schimmer“, sagt Angela Seegers von Logona. Die Lichtreflexion lässt die Haut glatter und ebenmäßiger aussehen, das kaschiert optisch kleine Fältchen. Gold soll außerdem Feuchtigkeit in der Haut binden und die Zellversorgung günstig beeinflussen.

In der Medizin gilt Gold als wirksames Mittel gegen Rheuma. Goldsalze, die in den Muskel gespritzt werden, unterdrücken die Immunabwehr und bringen daher Linderung. Wegen möglicher Nebenwirkungen wird die Goldtherapie heute allerdings nur noch in bestimmten Fällen angewendet.

Das Mondmetall Silber wirkt keimtötend. Das wussten schon die Menschen im Altertum: Wasser hielt sich in silbernen Kannen länger frisch, eine Silbermünze im Milchkrug sorgte für längere Haltbarkeit. Die antibakterielle Wirkung wird heute beispielsweise in Spezialkleidung für Menschen mit Neurodermitis genutzt. Stoffe mit eingewebter Silberfaser geben Silberionen ab. Diese wirken gegen Bakterien, die von Natur aus in unserer Hautflora vorkommen, bei aufgekratzter Haut aber Entzündungen hervorrufen. In Cremes soll Silber ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften entfalten. „Pflegeprodukte mit Mikrosilber eignen sich für Neurodermitiker“, sagt Prof. Dr. Christoph M. Schempp von der Universitäts-Hautklinik Freiburg.

Edelsteine
Sie funkeln, leuchten und strahlen. Schon die Steinzeitmenschen waren von Edelsteinen fasziniert und legten sie ihren Toten ins Grab. Edelsteine spielten in alten Kulturen bei schamanischen Riten eine große Rolle. Auch die Klosterfrau Hildegard von Bingen beschäftigte sich mit ihrer Heilwirkung.

Viele dieser Erkenntnisse finden sich in der Steinheilkunde wieder. Edelsteine sollen beispielsweise negativen Energien, Stress und Angstgefühlen entgegenwirken. In Cremes und anderen Kosmetika sollen Edelsteinpulver oder in aufwendigen Prozessen gewonnene Edelstein-Essenzen die Kraft der Steine übertragen.

Wer mag, kann in Edelsteinen – genauer in Edelsteinpulver plus Salz – baden. Das Vollbad unterstützt die Ausleitung von Säuren und Stoffwechselschlacken über die Haut. Sehr sinnlich sind hochwertige Körperöle, in die Edelsteine eingelegt sind. Diese Edelsteinöle sollen harmonisieren und die Schönheit zum Strahlen bringen.

Seide
Seidenpuder benutzen Asiaten seit Jahrhunderten für die Behandlung von Hautproblemen und als Schminke – etwa am japanischen Theater für die schneeweißen Gesichter. Das puderfeine Pulver aus dem Kokon der Seidenraupe enthält wichtige Eiweiße, die ein Vielfaches ihres Gewichtes an Flüssigkeit aufnehmen können. Das macht sie zu einem idealen Feuchtigkeitsspender.

Dr. Hauschka setzt Seide in mehreren Präparaten ein, weil das Naturprodukt jeden Hautzustand und insbesondere empfindliche Haut stärkt. „Seide wirkt durch ihren Gehalt an Säuren und Basen wie ein Puffer, sie stabilisiert die natürliche Hautflora, indem sie einen gesunden pH-Wert fördert“, sagt Inka Bihler von Dr. Hauschka. In einem gesunden Hautmilieu haben Bakterien und Pilze keine Chance. Und in sprödem Haar soll Seide Haarrisse kitten, den Haaren Glanz und einen samtigen Griff verleihen, ohne dass sie verkleben.

Produkte1. Aquamarin Gesichtscreme von Sanoll 2. Gold Gesichtstonikum von Aquabio 3. Basisches Entschlackungsbad von Droste-Laux  4. Salva-Derm Hautbalance Creme von Alva 5. Edelsteinöl Anti-Stress von Farfalla 6. Amalur Bio-Revital Serum von Tautropfen 7. Shampoo Brilliant Jojoba von Sante 8. Silber-Deo von Bioturm 9. Perle-Creme von Light of Nature 10. Feuchtigkeitsspray Neroli Cassis von Primavera 11. Hautkur Sensitiv von Dr. Hauschka 12. Intensive Relax Eye-Cream von Laveré

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